Flory Kern

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“Gigantischer Trip”

Freeride Indien Freeride Indien

Hier ein erster Reisebericht von Ann-Christin Wittner, die mit der ersten Indiengruppe vom 25.01. – 03.02.08 in Gulmarg unterwegs war:

“Die Fahrt von Srinigar nach Gulmarg war bereits ein Erlebnis. Aufgrund des Nationalfeiertags war kaum Verkehr auf den Straßen und wir waren recht schnell in Tanmarg. Dort mussten wir erst einmal einen obligatorischen Tee trinken, da wir aus uns nicht nachvollziehbaren Gründen das Auto wechseln mussten. Die restlichen 10 km von Tanmarg nach Gulmarg waren dann sehr erlebnisreich. Viele Inder hatten den Feiertag genutzt und sind mit dem Auto nach Gulmarg gefahren. Dementsprechend war sehr viel los auf der schneebedeckten, eisigen Straße und schon nach der ersten Kurve hatten wir den ersten kleinen Auffahrunfall. Aber das wird in Indien nicht so eng gesehen – unser Fahrer lachte nur und fuhr weiter. Beim zweiten und dritten Unfall haben wir dann live miterlebt, dass sich die Gemüter der Kashmiris auch schnell erhitzen können – denn hier hat unser Faherer nicht mehr gelacht, sondern hat gleich jeweils mit dem Unfallgegner eine Schlägerei angefangen. Die Kämpfe gingen aber jeweils nicht sehr lang und und nach einer guten Stunde sind wir dann in Gulmarg angekommen. Nach dem Zimmerbezug haben wir köstlich zu Abend gegessen.
Voller Energie ging es dann am Sonntag auf den Berg. Die Bedingungen waren genial, denn am Vortag hatte es ca. 20 cm geschneit und wir hatten strahlenden Sonnenschein und was noch viel wichtiger war: die Bahn ist gelaufen. So wurde der Sonntag zum perfekten Skitag. Super Powder, unverspurte Hänge und eine dauernd laufende Bahn. So war es möglich, dass wir 6 Runs machen konnten.

Freeride Indien

Am Montag hatte das Wetter leider umgeschlagen und es hat eigentlich die ganze Zeit geschneit. Das war aber nicht weiter schlimm, da unsere Truppe sowieso dezimiert war. Flory und Herbie mussten beide im Hotel bleiben, da sie sich einen Magen-Darm-Infekt geholt hatten. Wir anderen haben uns den ganzen Tag im Wald rumgetrieben – aufgrund des Wetters lief die obere Sektion des Lifts nicht und so haben wir uns im Wald ausgetobt. Marco und Ralph haben jede Möglichkeit genutzt um ihre Sprungqualitäten zu optimieren.
Am Dienstag waren wieder alle dabei und es folgten 2 tolle Skitage mit kleinen Aufstiegen mit und ohne Felle. In der Höhe ist man ruckzuck ausser Atem gekommen – ob beim Hochlaufen oder auch auf den genialen Abfahrten. Immer wieder haben wir unverspurte Hänge gefunden und wurden für unsere Anstrengungen belohnt. Am Donnerstag war dann große Revision der Seilbahn angesagt. D.h. bis 11.00 Uhr ist nur die untere Sektion der Bahn gelaufen und ab 11 Uhr sollte dann die obere Sektion laufen. Da wir nicht auf unser Glück warten wollten, haben wir unsere Felle geschnappt und sind auf eine tolle Skitour gegangen. Nach einer kurzen Abfahrt ging es dann 800 hm hoch. Die Belohnung für unsere Strapazen war ein traumhafter Run durch den Wald bis nach Trang. Wahrscheinlich waren wir die ersten, die jemals dort runter gefahren sind – der Run war mein absoluter Favorit. Fluffiger Powder ohne Ende im lichten Wald. Bevor wir unser Taxi in Tanmarg besteigen durften, mussten Flory und ich noch dem indisch-kasmirischen Fernsehen ein Interview geben. An unserem Abschlusstag am Freitag waren wir mutig und haben keine Felle mitgenommen. Denn heute sollte die obere Sektion der Bahn ja wieder laufen. Pustekuchen – nach 3-stündigen Warten in der Sonne haben wir es eingesehen. Heute soll es wohl nicht sein.Wir haben das schöne Wetter noch beim Mittagessen genossen und sind dann zum Hotel abgefahren. Dann hieß es Koffer packen und ab nach Srinigar auf die Hausboote. Nach einer Nacht auf dem Dal See haben wir uns am Samstag vormittag noch etwas Srinigar angeschaut und unsere Ruppees in Pashmina Schaals angelegt. Am frühen Nachmittag gingen dann unserere Flieger nach Delhi und da war es dann auch schon wieder fast vorbei.

Gigantischer Trip – den ich gerne nochmal wiederholen möchte!”